Dieses Grundkonzept wurde stringent über das gesamte Haus weitergedacht. Leider fällt auf, dass die Wohnungen zwar überzeugen, dem Anspruch der Bauaufgabe aber nicht gerecht werden. Die sehr kleinen Einheiten weisen Mängel in der Nutzbarkeit auf. So sind sie einerseits sehr unflexibel – die Lage von Bett, Sofa oder Tisch ist quasi schon vordefiniert – und hält Stauraum nur in Decken nahen – und damit schlecht erreichbaren – Restflächen bereit. Zudem weisen die Wohnungen keine privaten Rückzugsmöglichkeiten auf. Ein Balkon wird nicht angeboten und die komplett verglaste Fassade lässt nur Vorhänge als Sichtschutz vor dem nahen, gegenüberliegenden Hochhaus zu, da die Wohnungen nur einseitig ausgerichtet sind.
Wegen der sehr kleinen Grundflächen, dem daraus resultierenden hohen Installationsaufwand, aber auch wegen des sehr kostspieligen und unterhaltsintensiven Ausbaus wird der Zielwert für die Kostenobergrenze deutlich überschritten, weshalb das Projekt – zumindest für den hier vorgesehenen Kontext – nicht infrage kommt.
Kennzahlen |
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| Anzahl Wohnungen | 48 |
| HNF | 1'625 |
| HNF/GF oberirdisch (Wohnen)* | 0.74 |
| Gesamtkostenprognose BKP 1-5 inkl. MwSt.* in CHF Mio. |
8.7 |
| CHF/m2 HNF BKP 2 inkl. MwSt.* | 5'263 |
* Von GMS Partner AG plausibilisierte und um Honorare und TU Risiko ergänzte Zahlen.